Welt 14.09.2026
16:26 Uhr

Mehr als 100 Schüler klagen über Schwindel und Reizungen der Atemwege – Großeinsatz in Dresden


Nach körperlichen Beschwerden von mehr als 100 Schülern hat die Feuerwehr eine Dresdner Oberschule geräumt und den Alarm für viele Verletzte ausgelöst. Die Ursache der Atemwegsreizungen ist bislang unklar.

Mehr als 100 Schüler klagen über Schwindel und Reizungen der Atemwege – Großeinsatz in Dresden
Präsenz zeigen im hohen Norden: das Spitzentreffen europäischer Staats- und Regierungschefs im finnischen Rovaniemi.
Michael Kappeler/dpa

Nach gesundheitlichen Beschwerden vieler Schüler an einer Oberschule im Dresdner Stadtteil Strehlen ist am Montag ein sogenannter MANV-Alarm ausgelöst worden. Das Kürzel steht für einen Massenanfall an Verletzten. Mit diesem Einsatzstichwort werden zusätzliche Kräfte und Rettungsmittel alarmiert. Gleichzeitig werden umliegende Krankenhäuser frühzeitig über das Ereignis informiert, damit sie sich auf die mögliche Aufnahme einer größeren Zahl von Patienten vorbereiten können. Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizung der Atemwege Nach Angaben der Feuerwehr klagte eine große Anzahl von Schülerinnen und Schülern über Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizungen der Atemwege. Das Schulgebäude wurde daraufhin vollständig evakuiert. „Rund 440 Personen wurden ins Freie gebracht und durch die Einsatzkräfte gesichtet“, teilte Feuerwehrsprecher Michael Klahre mit. 101 Personen hätten entsprechende Symptome geltend gemacht. „79 Patientinnen und Patienten konnten nach Untersuchung und Versorgung vor Ort verbleiben. Weitere 19 Personen mit leichten Beschwerden wurden zur weiterführenden medizinischen Untersuchung in Krankenhäuser transportiert“, hieß es. Bei drei Betroffenen habe es ausgeprägtere Symptome gegeben, sie seien gleichfalls zur Behandlung in Krankenhäuser gekommen. Ursache des Unwohlseins bislang unklar – Messungen ergebnislos Wie es zu den Atemwegsreizungen kam, ist bislang unklar. Die durchgeführten Messungen der Feuerwehr ergaben weder Hinweise auf die Ursache noch auf die Art eines möglicherweise freigesetzten Stoffes, hieß es. Die Feuerwehr hatte Messtrupps in das Gebäude geschickt. „Erfahrungsgemäß ist es immer sehr schwer, dort was zu identifizieren an Stoffen. Das hat selten funktioniert in der Vergangenheit, aber wir versuchen es trotzdem“, hatte Klahre zuvor gesagt. Die Feuerwehr Dresden ist mit insgesamt rund 140 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, der Stadtteilfeuerwehren und des Rettungsdienstes vor Ort. Während des Einsatzes kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.